Zyklus! Wie merke ich genau, in welcher Phase ich mich befinde?

Achtsamkeit für die Vorgänge im Körper gibt wichtige Hinweise auf die Gesundheit
Achtsamkeit für die Vorgänge im Körper gibt wichtige Hinweise auf die Gesundheit

Du interessierst Dich dafür, was genau in Deinem Körper hormonell abgeht!? Und wie sich das auf Dich auswirkt? Das Zauberwort in dieser Sache heißt Körperbeobachtung. Denn die Schwankungen der Hormone wirken sich nicht nur auf Deine Stimmung aus, sondern auch auf andere Vorgänge im Körper. Hier erfährst Du mehr darüber, was während eines Zyklus passiert. Also vom ersten Tag Deiner Regel an bis zum ersten Tag vor der Nächsten.  

Die Körpertemperatur

Mit einem sensiblen Thermometer, das auch die Nachkommastellen genau anzeigt, kannst Du bei täglicher Messung Deiner Körpertemperatur während eines Zyklus Temperaturunterschiede feststellen. In den Tagen vor dem Eisprung ist die Temperatur nämlich niedriger. Und um den Eisprung herum steigt sie merklich an. Daran erkennst Du den Beginn der fruchtbaren Phase.

Achtung: Da Spermien bis zu sechs Tage in der Gebärmutter überleben können, muss schon vorher sicher verhütet werden!

Der Schleim

Der Schleim aus den Drüsen des Gebärmutterhalses wird auch Zervixschleim genannt. Du siehst ihn meist nur im Slip als hellen Fleck. Er verändert seine Beschaffenheit im Laufe des Zyklus. Direkt nach der Regel wird er eher nicht wahrgenommen. Dann wird er etwas mehr und ist eher zäh oder dicklich. Manche beschreiben ihn auch als cremig oder klebrig. Oft ist er auch trübe oder weißlich verfärbt.

Bahnt sich der Eisprung an, wird der Schleim mehr und eher wässrig, sieht klarer aus, fast durchsichtig. In dieser Konsistenz ermöglicht es der Schleim den Spermien besonders gut in der Gebärmutter zu überleben, um bis zum Erscheinen der befruchtungsfähigen Eizelle möglichst lange "durchzuhalten". Denn die Natur hat ja alles darauf ausgelegt, dass der Mensch sich vermehren soll, auch wenn Du das vermutlich noch nicht vorhast.

Nach dem Eisprung wird der Schleim wieder dicklich und bildet so eine Art Pfropfen am Eingang zum Gebärmutterhals. Eine natürliche Barriere für Spermien, was wieder nicht heißt, dass Du komplett auf Verhütung verzichten solltest. Aber die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nimmt jetzt ab.

Der Gebärmutterhals

Hast Du schon mal mit Deine Finger die Region in Deiner Scheide abgetastet? Dann ist Dir vielleicht aufgefallen, dass es sich weiter innen so anfühlt, als würde eine kleine etwa kirschgroße "Kugel" in die Scheide ragen. Das ist der Gebärmutterhals, dessen Eingang als kleine Mulde in der Mitte dieser Kirsche zu ertasten ist. Den "Eingangsbereich" in den Gebärmutterhals nennt man Muttermund. Und in dieser Region kannst Du ebenfalls Veränderungen im Verlauf des Zyklus erkennen. Denn während des Zyklus verändern sich Lage, Festigkeit und die Öffnung des Gebärmutterhalses.

Nach der Regel ist der Muttermund  eher fest und geschlossen und ragt etwas mehr in die Scheide hinein. Kommt der Eisprung näher, wird der Gebärmutterhals weicher und steigt etwas höher. Du kannst dann spüren, dass sich die Öffnung nicht mehr so fest verschlossen anfühlt und der Muttermund jetzt etwas weiter hinten ertastet werden kann. In dieser Zeit können die Spermien gut in den Gebärmutterhals eindringen.

Nach dem Eisprung schließt sich die Öffnung wieder und kommt wieder etwas näher Richtung "Ausgang" Deiner Scheide.

 

Weitere Veränderungen

Viele kennen ein Stimmungstief vor oder nach der Regel. Oder ein Stimmungshoch in der Mitte des Zyklus. Auch dies kann an den Hormonen liegen. Manche bekommen in den Tagen vor der Regel aber auch Brustspannen oder ein Ziehen im Unterleib. Symptome wie diese nennt man PMS. Das steht für prämenstruelles Syndrom und ist keine Krankheit. Der Begriff fasst einfach nur zusammen, was einige Frauen vor der Regel an unbehaglichen Symptomen im Körper wahrnehmen.

Können Frauen mit diesem Wissen verhüten?

In der sogenannten "Natürlichen Familienplanung" – kurz NFP- machen Frauen das. Man nennt diese Methode auch "Symptothermal".

Frauen, die auf diese Weise verhüten möchten, machen sich täglich Aufzeichnungen zu den körperlichen Veränderungen und gewinnen nach mehreren Zyklen einen Überblick darüber, wann ihre fruchtbaren Tage sind beziehungsweise wann Sex ohne Kondom zu einer Schwangerschaft führen könnte. Dieses Wissen können Paare einsetzen, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Aber auch, um gezielt schwanger zu werden.

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Eignet sich das auch für Jugendliche?

Der Zyklus bei Jugendlichen ist oftmals unregelmäßig oder anfälliger für Schwankungen. Das erschwert das Erstellen von zuverlässigen Prognosen über den Zyklusverlauf durch Körperbeobachtung. Außerdem ist die Methode zwar bei korrekter Durchführung ziemlich sicher. Wie alle anderen Methoden aber nicht zu 100 Prozent. Ganz auf Kondome zu verzichten, wäre also ein unnötiges Risiko.

Trotzdem ist das Körperwissen spannend. Du wirst sensibler für den Zusammenhang von Körpervorgängen und Deiner Stimmung oder körperlichen Befindlichkeit. 

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